Das Behandlungsangebot der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

Hier können Sie alles über unser Behandlungsangebot sowie unsere medizinischen Schwerpunkte erfahren

Ohr
Äußeres Ohr

Ohrmuschel und Gehörgang haben die Aufgabe Schallwellen zum Trommelfell zu leiten.

Eine häufige Fehlbildung ist das abstehende Ohr. Die operative Korrektur wird meist schon beim Kind vor der Einschulung vorgenommen. Obwohl dies nicht zu einer Verbesserung des Gehörs führt, kann man betroffenen Kindern seelische Belastung durch Hänseleien ersparen. Beim Erwachsenen kann intensive Sonneneinstrahlung auf die Ohrmuschel zum Entstehen von überwiegend bösartigen Hauttumoren führen. Da diese gut sichtbar sind, werden sie früh erkannt, die Heilungschancen sind ausgezeichnet.

Zahlreiche Menschen leiden an einer immer wiederkehrenden Verstopfung des Gehörgangs durch Sekret der Hautanhangsdrüsen (Zerumen). Einzige Lösung dieses Problems ist die regelmäßige sachgerechte Reinigung durch den HNO-Arzt. Entzündungen der Gehörgangshaut, z.B. nach dem Baden, sind eine weitere häufige Erkrankung des Gehörgangs.

 

 

Mittelohr

Darstellung des Mittelohrs

Das Mittelohr besteht aus dem Trommelfell und den Gehörknöchelchen (Hammer, Amboss, Steigbügel). Letztere sitzen in der Pauke, die Belüftung dieses Raumes erfolgt über die Nase. Im Mittelohr werden die Schallwellen der Luft so gewandelt, dass sie eine Wanderwelle in der dahinter befindlichen Innenohrflüssigkeit verursachen.

Wird das Mittelohr nicht ausreichend belüftet, z.B. in Folge einer Schwellung der Nasenschleimhäute, kommt es zur Ansammlung von Sekret im Mittelohr und einer damit verbundenen Minderung des Hörvermögens. Bei kleinen Kindern tritt dieser Zustand ausgesprochen häufig auf. Da in diesem Alter das Sprechen erlernt wird, fällt eine Hörminderung recht bald durch verwaschene Sprache auf.

Kommt es zu einer Infektion des Sekrets im Mittelohr, spricht man von einer akuten Mittelohrentzündung. Diese Erkrankung entsteht oft innerhalb weniger Stunden und ist ausgesprochen schmerzhaft. Immerwiederkehrende chronische Infektionen des Mittelohres können zu einem dauerhaften Loch im Trommelfell und einer anhaltenden Schwerhörigkeit führen. Der Verschluss des Loches im Trommelfell und der Ersatz der Gehörknöchelchen sind heutzutage kleine Operationen mit hoher Erfolgsrate.

Etwa 1% der Bevölkerung ist von einem knöchernen Umbau des Steigbügels und des Innenohres (Otosklerose) betroffen, Schwerhörigkeit ist die Folge. Der Ersatz des Steigbügels durch ein künstliches Gehörknöchelchen ist in diesen Fällen eine ausgesprochen erfolgreiche und wenig belastende Operation.

 

 

Innenohr

Darstellung des Innenohrs

Das Innenohr (Hörschnecke) besteht aus einem flüssigkeitsgefülltem Schlauch, der in der Form einer Schnecke aufgewickelt ist. Hier wird der Schall in ein elektrisches Signal für den Hörnerv umgewandelt. Bei Erwachsenen ist ein Schaden des Innenohres die bei weitem häufigste Ursache für eine Schwerhörigkeit oder gar Taubheit. Tritt dieser Schaden plötzlich auf, spricht man von einem Hörsturz. Nimmt er langsam und schleichend zu, spricht man von einer chronischen Innenohrschwerhörigkeit. Die medikamentöse Behandlung von Innenohrschwerhörigkeiten ist gegenwärtig Gegenstand intensiver Forschung (siehe Klinische Studien). Zur Verbesserung des Hörvermögens werden derzeit überwiegend Hörgeräte oder Kochlea Implantate (künstliches Innenohr) eingesetzt. Derzeit sind etwa 10% der Menschen schwerhörig. Mit zunehmender Alterung der Gesellschaft wird dieser Anteil der Bevölkerung auf mehr als 20% im Jahr 2050 ansteigen.

 

 

Hörbahn

Die Hörbahn setzt sich aus Nervenzellen zusammen, die den Höreindruck vom Innenohr bis zu den übergeordneten Zentren der Hörrinde im Großhirn weiterleiten.

Nahezu jeder Mensch nimmt zumindest zeitweise ein Ohrgeräusch wahr. Diese Wahrnehmung kann harmlos sein; in extremen Fällen kann ein Patient jedoch von einem Ohrgeräusch (Tinnitus) so stark gestört sein, dass er kein normales Leben mehr führen kann. Vermutete Ursache solcher Ohrgeräusche ist die übermäßige Ausschüttung von Botenstoffen in der Hörbahn. Bislang werden unterschiedlichste Strategien eingesetzt, um den Patienten an sein Ohrgeräusch zu gewöhnen. Diese reichen von Geräuschgeneratoren (Noisern) bis hin zur Psychotherapie. Behandlungen, die darauf abzielen das Ohrgeräusch zu lindern oder gar ganz zum Verschwinden zu bringen, werden derzeit klinisch geprüft (siehe Klinische Studien).

 

 

Nase
Äußere Nase

Die äußere Nase wird gebildet von der Nasenwurzel, dem Nasenrücken, den Nasenflügeln und der Nasenspitze. Sie ist zentraler Bestandteil des Gesichtes und bestimmt so ganz wesentlich das Erscheinungsbild eines Menschen. Vielfältige von der Norm abweichende Formen wie z.B. Höckernase, Sattelnase oder Schiefnase kommen vor. Besteht der Wunsch eine in Form und Größe störende Nase zu verändern, so gibt es mannigfaltige chirurgische Techniken (Septorhinoplastik) die dies ermöglichen.

 

 

Innere Nase

In der Nase finden sich der Nasenvorhof, die Nasenhaupthöhle, die Nasenscheidewand und die Nasenmuscheln. Die Nase ist der obere und äußere Anteil der Atemwege. Sie hat die Aufgabe die kalte Atemluft anzufeuchten und zu erwärmen. Darüber hinaus ist sie Sitz des Geruchsorganes. Verkrümmungen der Nasenscheidewand oder zu große Nasenmuscheln können die Atmung behindern, die Folge sind morgendliche Mundtrockenheit, Schnarchen und Rachenentzündungen. Operationen wie die Korrektur der Nasenscheidewand, also die sogenannte Septumplastik, oder die Verkleinerung der Nasenmuscheln, beispielsweise als Radiofrequenz-Turbinoplastik, können hier Abhilfe schaffen.

 

 

Nasennebenhöhlen

Die Kieferhöhle, Keilbeinhöhle, Stirnhöhle und die Siebbeinzellen sind luftgefüllte Hohlräume, die mit der Nasenhaupthöhle in Verbindung stehen. Kommt es während eines Schnupfens oder durch Allergien zu einem Anschwellen der Nasenschleimhaut, so können die Öffnungen der Nasennebenhöhlen verlegt werden. In der Folge kann es zur Sekretansammlung und bakteriellen Infektion einer oder mehrer Nasennebenhöhlen kommen. Dies wird als Nasennebenhöhlenentzündung oder akute bzw. chronische Sinusitis bezeichnet.

Die Behandlungsmöglichkeiten sind weitgesteckt, es kommen Schleimlöser, abschwellende Nasensprays, Antibiotika oder endoskopisch gestützte Operationen zur Anwendung. Auch die Testung auf Allergien sollte in diesen Fällen nicht vergessen werden. Bei entsprechender Veranlagung kann es in der Folge einer chronischen Infektion zur Ausbildung von Nasenpolypen kommen. In diesen Fällen kann die Therapie durch Kortikoide unterstützt werden.

Operationen der Nasennebenhöhlen, häufig auch FESS (functional endoskopic sinus surgery) genannt, sind eines unserer Spezialgebiete. Sie werden in unserem Haus standardmäßig mit Unterstützung eines Navigationssystems durchgeführt.

 

 

Hals
Oberer Atemweg

Der Kehlkopf schützt die Atemwege vor dem "Verschlucken" von Speiseanteilen und er beinhaltet die Stimmbänder deren Variation von Spannung und Weite wesentlich für die Stimmbildung ist. Entzündungen, muskuläre Fehlfunktionen, Lähmungen, Knötchen, Polypen aber auch Tumoren der Stimmbänder führen zur Heiserkeit. Insbesondere Raucher sind gefährdet.

Mit Hilfe mikroskopisch unterstützter Eingriffe können solche Prozesse allerdings gut behandelt werden. Die Luftröhre führt die Atemluft weiter bis zur Lunge. Engstellen wie beispielsweise Trachealstenosen in diesem Bereich verursachen Atemnot. Diese sind zwar selten, können aber in unserer Klinik operativ behandelt werden.

Ebenso umfasst unser Behandlungsspektrum die operative Entfernung bösartiger Tumoren im Kopf-Halsbereich, von minimal-invasiven Techniken und Laser-gestützeten Operationen bis hin zu maximal komplexen operativen Eingriffen im Halsbereich.

 

 

Oberer Speiseweg

Der Raum innerhalb der Zahnreihe wird als Mundhöhle bezeichnet. Hier wird die Speise zerkleinert und mit Speichel versetzt. Über den Schlund wird die Speise am Kehlkopf vorbei in die Speiseröhre transportiert. Im Übergang zwischen Mundhöhle und Schlund finden sich die Gaumenmandeln. Ihre Aufgabe ist es vor allem beim Kind das Immunsystem in Kontakt mit der "Außenwelt" zu bringen.

Bakterielle Entzündungen der Mandeln engen den Speiseweg ein und führen zu starken Schmerzen beim Schlucken (Angina). Die Gabe von Antibiotika ist segensreich. Die chirurgische Entfernung von sich immer wieder entzündenden Gaumenmandeln kann erforderlich werden, sie sollte jedoch nur als letzte Möglichkeit angewandt werden.

 

 

Speicheldrüsen

Im Kopfhalsbereich finden sich die Ohr-, Unterkiefer- und Unterzungenspeicheldrüse. Diese tragen bereits in der Mundhöhle zur Verdauung bei. Schwellungen und Entzündungen dieser Drüsen lassen sich oft auf Kalkablagerungen, so genannte Speichelsteine zurückführen. Speichelsteine können endoskopisch oder chirurgisch durch den Ausführungsgang der betroffenen Drüse entfernt werden. Bei lange bestehenden Beschwerden oder bei ungünstiger Lage des Speichelsteins kann es erforderlich werden die zugehörige Speicheldrüse zu entfernen.

Zudem können sowohl gutartige als auch bösartige Tumoren in der Speicheldrüse vorkommen. Recht häufig kommt hier im Vergleich der Parotistumor vor, also ein Tumor der Ohrspeicheldrüse. Unser Behandlungsangebot umfasst unter anderem die operative Entfernung von Speicheldrüsentumoren. Diese erfolgt heutzutage meist als sogenannte extrakapsuläre Dissektion und sollte zum Schutz des Gesichtsnerven grundsätzlich nicht ohne die durchgehende Überwachung mit einem Neuromonitor durchgeführt werden.

 

 

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