Laparoskopische Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenoperation

Eine Grundvoraussetzung für den Erfolg der minimalinvasiven Nebenschilddrüsenoperation ist eine exakte präoperative Lokalisationsdiagnostik der vergrößerten Nebenschilddrüse (Sestamibiszintigraphie, Ultraschall, CT oder NMR). Des weiteren sollte kein großer Knotenkropf vorliegen und keine Voroperation oder Bestrahlung im Halsbereich stattgefunden haben. Auch ein Verdacht auf eine bösartige Erkrankung der Nebenschilddrüse oder der Schilddrüse ist eine Kontraindikation für die endoskopische Operationstechnik. Der ideale Kandidat für die minimalinvasive videoassistierte Nebenschilddrüsen- oder Schilddrüsenoperation ist also ein Patient mit einem solitären Adenom der Nebenschilddrüse oder der Schilddrüse.

Bei der endoskopischen Operationstechnik erfolgt ein zirka 1,5 Zentimeter langer Hautschnitt oberhalb der Drosselgrube. Unter Videokameraassistenz wird mit feinen Instrumenten der Raum zwischen Schilddrüse und Gefäßnervenscheide stumpf eröffnet und die vergrößerte Nebenschilddrüse aufgesucht. Die Gefäße werden zwischen Unterbindungen oder Metallclips durchtrennt und das Epithelkörperchen wird geborgen. Der Stimmbandnerv kann dabei auf Grund der optischen Vergrößerung genau identifiziert werden. Ein Strumaknoten kann über diesen minimalen operativen Zugang auf ähnliche Weise entfernt werden.

Die intraoperative Parathormonschnellbestimmung ist dabei Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Durchführbarkeit der endoskopischen Operation; bei Erfolg muss der Parathormonspiegel bereits zehn Minuten nach Entfernung der erkrankten Neben-schilddrüse in den Normalbereich absinken.

Die Vorteile der minimalinvasiven Operationstechnik sind sicher bessere kosmetische Ergebnisse sowie eine geringere postoperative Schmerzbelastung und eine schnellere Rekonvaleszenz der Patienten. Schätzungen lauten, dass eventuell 15 bis 20 Prozent aller Nebenschilddrüsen- und Schilddrüsen-Operationen bei Beachtung der oben angegebenen Kriterien minimalinvasiv ausgeführt werden können. Die konventionellen Methoden behalten jedoch weiterhin uneingeschränkt ihren Wert für die Behandlung insbesondere derjenigen Patienten, bei denen keine exakte weitere Lokalisation der Nebenschilddrüsen möglich ist, wenn eine Mehrdrüsenerkrankung vorliegt sowie bei der Notwendigkeit einer Zweitoperation oder beim Vorliegen einer großen Kropfbildung.

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