Magen

Operationen am Magen haben wie in allen Krankenhäusern der Welt dank der Fortschritte der medikamentösen Behandlung von Magengeschwüren und der Erkennung dafür verantwortlicher Bakterien auch bei uns in den letzten 20 Jahren glücklicherweise erheblich abgenommen.

Lediglich bei so genannten therapieresistenten Geschwüren, also gutartigen Geschwüren, die auf keinerlei nicht-operative Behandlungen ansprechen, und natürlich bei bösartigen Tumoren des Magens, führen wir heute noch regelmäßig Magenoperationen durch. Dabei kommt es ganz auf die Erkrankung an, ob lediglich ein kleiner Teil, vier Fünftel, der gesamte Magen oder der gesamte Magen mit einem kleinen Teil der unteren Speiseröhre entfernt werden muss.

Bestimmte Formen des Magenkrebses (Magenkarzinom), die bereits zu einer Ausdehnung über die gesamte Magenwand und zu einem Befall benachbarter Lymphknoten, jedoch noch zu keinen Fernabsiedelungen in anderen Organen (Metastasen) geführt haben, werden vor einer Operation mit Chemotherapie behandelt (neoadjuvante Chemotherapie als multimodales Therapiekonzept). Bei bösartigen Magentumoren müssen immer die benachbarten Lymphknoten mit entfernt werden, um einen Tumorbefall nachweisen oder ausschließen zu können. Weit fortgeschrittene Magenkarzinome mit Metastasen in anderen Organen werden ausschließlich mit Chemotherapie behandelt. Führt der Tumor im Magen jedoch zu einer Behinderung der Speisepassage (Stenose) oder zu lebensbedrohlichen Blutungen, so ist auch in solchen Fällen eine Entfernung indiziert. Diese ist dann nicht kurativ (zum Zweck der Heilung des Patienten), sondern palliativ (zur Verbesserung der Lebensqualität). Demselben Zweck dienen so genannte Umgehungsoperationen, bei denen Magen oder Darmabschnitte, die tumorbefallen aber operativ nicht entfernbar sind, durch eine Änderung der Passage (Umgehung des befallenen Abschnitts) ausgeschaltet werden und somit der Patient wieder essen und trinken kann (oder zumindest ständiges Erbrechen durch Darmverschluss verhindert werden kann).
Auch die Einlage von Ernährungssonden in Magen oder Dünndarm führen wir entweder von innen (endoskopisch als "PEG = perkutane endoskopische Gastrostomie"), über eine Bauchspiegelung (laparoskopisch) oder offenchirurgisch (mittels Bauchschnitt) durch.

Benötigt ein Patient häufig Infusionen zur Unterstützung der Ernährung oder für eine Chemotherapie, so erhält er eine so genannte Portimplantation. Eine geschlossene Kammer, die ohne Schmerzen mit einer Nadel angestochen (punktiert) werden kann, wird unter die Haut eingepflanzt. Von dieser Kammer führt ein Katheter in ein großes Blutgefäß (Vene), über die dann die Ernährung oder Medikamentengabe problemlos erfolgen kann. Dieser kleine Eingriff ist in der Regel in örtlicher Betäubung (auch ambulant) möglich. Selbstverständlich kann dieses System, wenn es nicht mehr benötigt wird, erneut in örtlicher Betäubung entfernt werden.

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