Thoraxchirurgie

In der Chirurgischen Abteilung des Krankenhauses Martha-Maria München werden regelmäßig alle Eingriffe im Bereich des Brustkorbs und der Lunge durchgeführt. Hierzu gehören in erster Linie die Tumorerkrankungen, die in unserer Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten dramatisch zugenommen haben.

Ein wesentlicher Fortschritt für die Patienten ist die Einführung der minimalinvasiven Lungeneingriffe, die ebenfalls in ihrer ganzen Breite in unserem Krankenhaus durchgeführt werden. Diese minimalinvasiven Eingriffe dienen zum einen der weiteren Abklärung unklarer Befunde im Bereich der Lunge und der Brustwand. Es können aber auch resezierende Eingriffe thorakoskopisch durchgeführt werden. Ein häufiges Problem sind wiederkehrende Pleuraergüsse, die minimalinvasiv sehr gut behandelt werden können.

Darüber hinaus werden auch andere Erkrankungen der Lunge behandelt, wie der so genannte Spontanpneumothorax oder entzündliche Erkrankungen. 

Chirurgische Verfahren
Tumoren der Lunge

Tumoren der Lunge werden meist in der Röntgenaufnahme entdeckt. Sie sind häufig kreisrund, weshalb sie auch als "Rundherde" bezeichnet werden.

Jeder Rundherd muss weiter abgeklärt werden. Dazu ist unbedingt ein Computertomogramm des Brustkorbs nötig, womit meist schon entschieden werden kann, welche weiteren Schritte nötig sind. Rundherde können sowohl gutartig als auch bösartig sein.

 

Das Bronchialkarzinom

Der Lungenkrebs ist die häufigste Tumorerkrankung beim Mann und - zusammen mit dem Brustkrebs - auch bei der Frau. Entscheidend für die Patienten ist es, diese Erkrankung möglichst frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, wodurch auch hier eine Heilung erreicht werden kann. Deshalb sollten alle "Schatten in der Lunge", oder auch "Rundherde", weiter abgeklärt werden! Im Zweifelsfall müssen diese Rundherde operativ entfernt und untersucht werden. Wenn eine adäquate Operation in einem frühen Tumorstadium durchgeführt wird, können auch Patienten mit Lungenkrebs geheilt werden.

 

Metastasen in der Lunge    

Andere Lungentumoren, die häufig operativ behandelt werden sollten, sind Metastasen anderer Tumoren. Wenn diese Metastasen, die auf dem Röntgenbild auch wie Rundherde aussehen, komplett entfernt werden können, bestehen oft für den betroffenen Patienten gute Chancen, geheilt zu sein.

Video-assistierte Thoraskopie

Minimal invasive Lungenchirurgie

Zunehmend hat sich in den letzten Jahren auch in der Thoraxchirurgie (wie schon z.B. in der Viszeralchirurgie zuvor) die minimal invasive Chirurgie etabliert, mittels derer eine Fülle von verschiedenen Erkrankungen behandelt werden kann. Zudem kann auch für rein diagnostische Zwecke minimal invasiv operiert werden, um z.B. eine Gewebeprobe aus der Lunge, der Pleura, des Mediastinums oder den Lymphknoten zu entnehmen.

In Fachkreisen spricht man von der „Video-Assisted Thoracic Surgery“ oder kurz auch „VATS“ genannt. Für eine VATS werden im Gegensatz zur offenen Operationsmethode lediglich drei wenige Zentimeter große Hautschnitte benötigt. Die Rippen werden dabei nicht gespreizt. So erholt sich der Patient sehr viel schneller, da die Traumatisierung für den Patienten viel geringer ist.

 

Operieren mit modernster technischer Ausrüstung

Durch den Einsatz moderner technischer Ausrüstung gewährleisten wir ein hohes Maß an Sicherheit für den Patienten

  • Einsatz der neuesten Imaging-Plattform mit hoch-qualitativer HD-Bildgebung speziell für die minimal invasive, video-assistierte Chirurgie
  • speziell für die minimal invasive Lungenchirurgie entwickelte Instrumente

 

Operieren mit kleinsten Schnitten

  • 2 Schnitte, ca. 1cm klein: einmal am unteren Ende des Brustkorbs in einer Linie durch den vorderen Rand der Achselhöhle, sowie am Unterrand des Rippenbogens in Verlängerung der oberen Hüftschaufel
  • ein ca. 4 cm langer Schnitt am Unterrand der Achselhöhle zur Entfernung kranken Lungengewebes. Um Tumorzellen-Verschleppung zu vermeiden, wird das Lungengewebe stets mit einem Bergebeutel entnommen
  • die Blutgefäße der Lunge und der Bronchien werden mit kleinen Titan-Klammern (Stapler) durchtrennt und bluttrocken-luftdicht versiegelt
  • kosmetische Intradermalnaht der Haut
  • die Thoraxdrainage wird in der Regel nach ca. 2-4 Tagen entfernt VATS-Lobektomie
Chirurgie der Luftröhre

Erkrankung der Luftröhre (= Trachea) sind für die Betroffenen in der Regel mit schweren Einschränkungen und Leiden verbunden. Meist ist dies Atemnot, die zu einer erheblichen Verringerung der Leistungsfähigkeit und auch zur Immobilisation führt.
Folgende Erkrankungen können zu einer Einengung der Luftröhre führen:

  1. Schilddrüsenvergrößerungen - vor allem wenn die Schilddrüse in den Brustkorb zieht - können zu einer Kompression der Luftröhre und damit zu Stridor und Atemnot führen.
  2. Einengungen der Luftröhre durch gutartige als auch bösartige Tumoren.
  3. Einengungen der Luftröhre durch Stenosen nach Tracheotomie. 
  4. Idiopathische Einigung der Luftröhre.
  5. Tracheomalazien (= Instabilität der Luftröhre)

Die Behandlung dieser Erkrankungen richtet sich zum einen nach der Art der Engstelle, zum anderen aber auch nach der Lokalisation derselben. So kann zum Beispiel eine Kompression der Luftröhre durch Schilddrüsenvergrößerung in der Regel mit eine Resektion der Schilddrüse beseitigt und damit auch geheilt werden.
Zur Behandlung von Trachealstenosen anderer Ursachen stehen mehrere Optionen zur Verfügung:

  1. Interventionelle, endoskopische Abtragung durch die pulmonologische Abteilung in unserem Haus. Hierzu zählen unter anderem das Einbringen von Stents (Röhrchen aus Silikon und/oder Metall) zur Überbrückung von Engstellen sowie die Beseitigung von Fremdgewebe mittels Laser- und/oder Kryo(=Vereisungs)technik
  2. Trachearesektion. Die Luftröhre kann bis zu einer Länge von 4-6 cm reseziert werden. Die Kontinuität wird durch eine Anastomose wieder hergestellt. Dabei handelt es sich um relativ kleine Operationen, nach der die Patienten ca. 1 Woche stationär bleiben. Diese Eingriffe werden in der chirurgischen Klinik unseres Hauses durchgeführt.

Interventionelle, endoskopische Abtragungen können zum Beispiel bei idiopathischen und tumorbedingten Stenosen zur Anwendung kommen. Die interventionelle Einbringung von Trachealstents ermöglicht ebenfalls die Offenhaltung der Atemwege. Diese Stents stabilisieren auch die Luftröhre, so dass dieses Vorgehen auch bei Tracheomalazien zur Anwendung kommen kann.
Für diese Option ist die Lokalisation der Läsion in der Trachea wichtig. Wenn die Läsion in der Trachea zu nah am Kehlkopf liegt, können diese Stents nicht eingebracht werden, da sie dann nicht platziert bzw. verankert werden können.

Eine Trachearesektion ist eine sehr gute therapeutische Option für alle Läsionen der Trachea. Eine klassische Indikation ist die Trachealstenose nach Tracheotomie, auch die schon erwähnte idiopathischen Stenose kann so behandelt werden.
Der Vorteil der Operation ist die Tatsache, dass damit eine dauerhafte Beschwerdefreiheit erreicht werden kann.
Aber auch für die Trachearesektion ist die Lokalisation der Stenose bzw. des Tumors von Bedeutung. Läsionen, die direkt unter dem Kehlkopf liegen bzw. diesen mit einbeziehen, stellen eine besondere Herausforderung dar (Hohe Trachealstenose). Hier ist eine gute präoperative Diagnostik erforderlich, die unsere pulmonologische, - und HNO- ärztliche Abteilung durchführt.

Die Entscheidung zur Operation wird im interdisziplinären Konsil gestellt. Operationen, bei denen der Kehlkopf mit betroffen ist, führen wir zusammen mit dem Chefarzt unserer HNO- Abteilung durch.

Hyperhidrosis

Als Hyperhidrosis bezeichnet man krankhaftes, gesteigertes Schwitzen, das meist im Bereich des Gesichts, der Achseln, der Hände und auch der Füße auftritt.

Dieses krankhafte Schwitzen kann durch eine thorakoskopische Operation erfolgreich behandelt werden. Um eine übermäßige Schweißproduktion im Bereich des Gesichts, der Achseln oder auch der Hände operativ zu beheben, muss der für diese Schweißproduktion zuständige Nervus sympathicus unterbrochen werden. Diese Unterbrechung kann auf verschiedene Art und Weise durchgeführt werden.

Zum einen durch Clipen des Nervs, wobei es durch die Quetschung zu einer Nervunterbrechung kommt. Bei unerwünschten Nebenwirkungen oder Komplikationen wie zum Beispiel dem Horner Syndrom kann der Clip wieder entfernt werden. Somit besteht zumindest die theoretische Möglichkeit, dass die Komplikationen wieder nachlassen.

Zum zweiten kann der Nervenstrang durchtrennt werden. Die Entscheidung, eine Nervendurchtrennung durchzuführen, erfolgt, um diese Maßnahme irreversibel zu machen, das heißt um möglichst spätere Rezidive (= erneutes Wiederauftreten der Hyperhidrosis) zu vermeiden.

Die dritte Möglichkeit besteht darin, dass der Nervus sympathicus an der entsprechenden Stelle über eine längere Strecke komplett entfernt wird (Resektion). Dieses Verfahren wird nur bei zusätzlich krankhaftem Schwitzen im Bereich der Achseln und der Hände durchgeführt. Die Begründung für dieses Vorgehen wird darin gesehen, den Erfolg der Operation möglichst lange zu erhalten und auch ein spätes Rezidiv der Hyperhidrosis mit größerer Wahrscheinlichkeit zu verhindern.

Häufig werden die beiden letztgenannten Verfahren in zwei nahe aufeinanderfolgenden Operationen durchgeführt. Der stationäre Gesamtaufenthalt beträgt dabei vier bis fünf Tage. In der Regel muss keine Thoraxdrainage eingelegt werden.

Es ist auf Grund fehlender klinischer Studien bis heute wissenschaftlich nicht entschieden, welche der drei möglichen Operationsverfahren die für den Patienten bessere ist.

Bei dieser Operation entstehen eine Narbe von zirka 1,5 Zentimeter Länge sowie zwei sehr kleine Narben von 0,5 Zentimeter Länge.  Nach dieser so genannten thorakalen Sympathektomie sind die Erfolge bezüglich des Schwitzens im Gesicht, an Achseln und Händen sehr gut, es kann jedoch an anderen Stellen vermehrtes, kompensatorisches Schwitzen auftreten.

Behandlungsspektrum

In unserer Klinik bieten wir Ihnen alle modernen Therapieverfahren

  • operative Behandlung von Lungenkrebs und Lungenmetastasen sowie bösartiger Erkrankungen von Mediastinum, Thoraxwand und Rippenfell
  • Erkrankungen des Mediastinums (z.B. Thymome, Lymphome, Keimzelltumore)
  • Thoraxwandtumore
  • palliative Eingriffe (z.B. Pleurodese, dauerhafte Pleuradrainage)
  • Infektionen (z.B. Pleuraempyem, Lungenabszess, chronische Infektionen mit Zerstörung des Lungengewebes)
  • gutartige Erkrankungen von Lunge, Mediastinum und Brustwand (z.B. Hamartome, Bronchiektasen, Zysten, Sequester)
  • Thoraxverletzungen (z.B. Hämatothorax, Rippenfrakturen, einschließlich deren Spätfolgen)
  • Pneumothorax
  • Hyperhidrosis
  • Tracheachirurgie mit einem hohen Grad an Spezialisierung zur operativen Behandlung von Erkrankungen der Luftröhre (z.B. Stenosen, Tumore)
  • Lungenvolumenreduktionschirurgie (LVRS) als palliative chirurgische Therapie für sorgfältig selektierte Patienten mit fortgeschrittenem Lungenemphysem im Rahmen eines interdisziplinären Behandlungskonzepts in enger Zusammenarbeit mit der Pneumologie in unserem Emphysemboard

Alle Patientinnen und Patienten mit onkologischen Erkrankungen der Thoraxorgane werden in der 2-wöchentlich stattfindenden interdisziplinären Tumorkonferenz diskutiert, an der Pneumologen, Radiologen, Strahlentherapeuten, Onkologen und Thoraxchirurgen teilnehmen.
Für allgemeine als auch spezielle Fragestellungen steht Patienten und Hausärzten eine thoraxchirurgische Spezial-Sprechstunde (Termine nur nach Vereinbarung) zur Verfügung.
Alle therapeutischen Maßnahmen erfolgen grundsätzlich in Absprache mit den behandelnden Pneumologen.

Minimal invasive Lungenchirurgie oder VATS

Zunehmend hat sich in den letzten Jahren auch in der Thoraxchirurgie (wie schon z.B. in der Viszeralchirurgie zuvor) die minimal invasive Chirurgie etabliert, mittels derer eine Fülle von verschiedenen Erkrankungen behandelt werden kann. Zudem kann auch für rein diagnostische Zwecke minimal invasiv operiert werden, um z.B. eine Gewebeprobe aus der Lunge, der Pleura, des Mediastinums oder den Lymphknoten zu entnehmen.

In Fachkreisen spricht man von der "Video-Assisted Thoracic Surgery" oder kurz auch "VATS" genannt. Für eine VATS werden im Gegensatz zur offenen Operationsmethode lediglich drei wenige Zentimeter große Hautschnitte benötigt. Die Rippen werden dabei nicht gespreizt. So erholt sich der Patient sehr viel schneller, da die Traumatisierung für den Patienten viel geringer ist.

Operieren mit modernster technischer Ausrüstung

Durch den Einsatz moderner technischer Ausrüstung gewährleisten wir ein hohes Maß an Sicherheit für den Patienten

  • Einsatz der neuesten Imaging-Plattform mit hoch-qualitativer HD-Bildgebung speziell für die minimal invasive, video-assistierte Chirurgie
  • speziell für die minimal invasive Lungenchirurgie entwickelte Instrumente
Operieren mit kleinsten Schnitten
  • 2 Schnitte, ca. 1cm klein: einmal am unteren Ende des Brustkorbs in einer Linie durch den vorderen Rand der Achselhöhle, sowie am Unterrand des Rippenbogens in Verlängerung der oberen Hüftschaufel 
  • ein ca. 4 cm langer Schnitt am Unterrand der Achselhöhle zur Entfernung kranken Lungengewebes. Um Tumorzellen-Verschleppung zu vermeiden, wird das Lungengewebe stets mit einem Bergebeutel entnommen
  • die Blutgefäße der Lunge und der Bronchien werden mit kleinen Titan-Klammern (Stapler) durchtrennt und bluttrocken-luftdicht versiegelt
  • kosmetische Intradermalnaht der Haut
  • die Thoraxdrainage wird in der Regel nach ca. 2-4 Tagen entfernt

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