Unser Cochlea-Implantat-Zentrum

Hier können Sie einiges über unser Verfahren bei der Behandlung hochgradig schwerhöriger und gehrörloser Patienten erfahren. Als Besonderheit in unserer Klinik gehen Sie den Weg von Diagnostik über CI-Operation bis hin zur Nachsorge und Rehabilitation des Gehörs in Begleitung desselben Teams.

Diagnostik

Vor einer CI-Untersuchung erfolgen verschiedene subjektive und objektive Hörprüfungen und Gleichgewichtsuntersuchungen, eine Computertomographie (CT) und eine Magnetresonanztomografie (MRT). Voraussetzung für eine CI-Implantation ist der Nachweis einer hochgradigen Innenohr-Schwerhörigkeit und ein intakter Hörnerv.

Spezielle Hörtests mit und ohne Hörgerät geben uns einen Überblick, welche Art der Hörversorgung bei Ihnen den optimalen Hörerfolg garantiert. Anschließend findet ein ausführliches Informationsgespräch mit Ihnen statt. Ziel ist es, gemeinsam eine bestmögliche Hörlösung zu finden.

Sollte eine CI-Versorgung für Sie in Frage kommen, erhalten Sie abschließend je eine Informationsmappe von den drei verschiedenen CI-Herstellern Cochlear, Advanced Bionics und MedEl.

In der Entscheidungsfindung beraten wir Sie gern.

CI-Operation

Das Cochlea-Implantat wird in einer rund 90-minütigen OP unter Vollnarkose eingesetzt. Der chirurgische Eingriff ist risikoarm und wird von unserem Experten-Team mit jahrzehntelanger Erfahrung durchgeführt. Ziel ist es, den Elektrodenträger des Implantates richtig in der Hörschnecke zu platzieren. Dabei versuchen wir, das Restgehör weitestgehend zu erhalten. Eine optimale Elektrodenlage garantiert den bestmöglichen Hörerfolg. Während der Operation erfolgt bereits eine objektive Überprüfung des Hörnervs und eine Funktionskontrolle des Implantates.

In der Regel kann der Patient oder die Patientin unser Krankenhaus nach zwei bis drei Tagen wieder verlassen, da die Wundheilung sehr schnell und in den meisten Fällen ohne Komplikationen verläuft.

Die Nachsorge

Ihre CI-Nachsorge liegt uns sehr am Herzen.

Unser Experten-Team begleitet Sie beginnend von der Basis-Reha bis hin zu den jährlichen Nachsorgen. Mit unserem über viele Jahre bewährten und standardisierten Nachsorge-Konzept sehen wir Sie in regelmäßig vorgesehenen Abständen zu ärztlichen, technischen und logopädischen Verlaufskontrollen. Bei Bedarf werden zusätzliche Termine individuell auf Sie abgestimmt.

Auch Patientinnen und Patienten mit bereits implantierten Cochlea-Implantaten nehmen wir nach vorheriger Rücksprache gerne in unser Nachsorgeprogramm auf. Sprechen Sie uns hierzu einfach an.

Unser gemeinsames Ziel ist Ihr Hörerfolg. Die Teilnahme am Familienleben, die Integration und Wiedereingliederung in Ihr soziales Umfeld ist uns dabei ein Anliegen. Ebenso geben wir Ihnen Hilfestellung bei Antragsstellungen, zum Beispiel Behindertenausweis sowie notwendige Atteste und Bescheinigungen etc.  

CI-Anpassung

Nach ca. fünf Wochen erfolgt die Erstanpassung. Dies ist für die meisten Patienten ein sehr bewegender Moment, da sie das erste Mal nach der Ertaubung wieder Töne wahrnehmen können.

Sie erhalten bei dieser Anpassung Ihren ausgewählten Sprachprozessor und entsprechendes Zubehör, wie zum Beispiel eine Fernsteuerung.

Bei der Anpassung werden die einzelnen Elektroden des Implantates auf einen  angenehmen Lautstärkeeindruck programmiert. Das geschieht über eine subjektive Hörfeldskalierung, die die Mitarbeit des Patienten voraussetzt.

Gerade am Anfang ist eine regelmäßige Feinjustierung der Hörprogramme notwendig. Mit jeder weiteren Anpassungssitzung erleben wir, wie sich das Hören mit dem implantierten Ohr qualitativ verbessert.

Zur Bewältigung schwieriger akustischer Hörsituationen erhalten Sie zusätzliches technisches Zubehör. Damit wird das Telefonieren sowie das Verstehen aus größerer Distanz erleichtert. Unser CI-Technik-Team hilft Ihnen dabei, diese Geräte zu aktivieren und mit anderen technischen Hilfsmitteln, wie zum Beispiel dem Hörgerät auf dem anderen Ohr zu synchronisieren. Wir üben mit Ihnen den täglichen Gebrauch.

In enger Zusammenarbeit mit Ihrem Hörtherapeuten erfolgt eine regelmäßige technische Überprüfung der Einstellungsparameter Ihres Sprachprozessors. Darüber hinaus bieten wir Ihnen einen Reparatur- und Upgradeservice für Ihre CI-Technik sowie für Ihre Hörgeräte an.

Hörtraining

Die Basis- und Folgetherapie erfolgen im Rahmen der Nachsorge am Krankenhaus Martha-Maria.

Ziele und wichtige Bausteine des Hörtrainings

  • Anamnesegespräch mit Besprechung therapeutischer Ziele
  • Gewöhnung an die neuen Höreindrücke mit CI
  • Evaluierung des Hörniveaus und Einschätzung des Therapeuten
  • individuell angepasstes Hör- und Sprachtraining
  • Anleitung und Umgang mit technischem Zubehör
  • Kommunikationsstrategien und Hörtaktik
  • Beratung von Angehörigen und Übungspartnern
  • Anleitung und Übungsmaterial für das Hörtraining zu Hause (auch mediengestützt)

Inhalte des Hörtrainings

  • Übungen auf Geräusch-, Laut-, Wort-, Satz- und Textebene in verschiedenen Sprechgeschwindigkeiten und mit unterschiedlichen Sprecherstimmen
  • Übungen zur Unterscheidung und Verstehen von Sprache mit und ohne Kontext
  • Übungen zur Stimmkontrolle, Artikulation sowie zur auditiven Aufmerksamkeit
  • bei Bedarf visuelle Unterstützung (Absehen und Schrift)
  • Üben in verschiedenen Modalitäten (beidseitig CI, CI und Hörgerät, einseitige Ertaubung: "Single Sided Deafness)
  • Telefontraining
  • Musikhören
  • Hören in verschiedenen Hörsituationen, zum Beispiel in Störlärm (Einsatz von Technik und Hörtaktik)
  • Anwendung Technik (z. B. Prozessorfunktionen, Fernbedienung, Bedienung über Smartphone und App, Audiozubehör)

Die Patientenfürsprecherin

Unsere Patientenfürsprecherin, Silvia Seidemann, ist 42 Jahre alt und selbst bilateral mit Cochlear- Implantaten versorgt.

Frau Seidemann verlor im frühen Erwachsenenalter ihr Gehör und kennt den oft langen und mühsamen Entscheidungsweg vom Hörgerät zur CI-Operation. Mit viel Einfühlungsvermögen und Engagement steht Ihnen Frau Seidemann bei allen Fragen rund um das CI und das (Alltags-) Leben mit dem CI gerne zur persönlichen Beratung zur Verfügung.

Silvia Seidemann

Silvia Seidemann

Patientenfürsprecherin

Telefon: 0176-40700658

Unser CI-Zentrum steht in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern

  • Hörgeräte-Akkustiker
  • Beratungsstellen für Schwerhörige, Gehörlose und CI-Trägern
  • Selbsthilfegruppen für Schwerhörige, Gehörlose und CI-Trägern

 

 

 

Luber Hörakustik

Luber Hörakustik GmbH

Sollner Straße 67
81479 München

Tel: (089) 749 995-15
Fax: (089) 749 995-14

sol@luber-hoerakustik.de

www.luber-hoerakustik.de

 

 

 

Logopädie Lehmeyer

Praxis für Logopädie Sophie Lehmeyer

Praxis am Krankenhaus Martha-Maria
Wolfratshauserstraße 99
81479 München

Tel: (089) 75905980
Fax: (089) 75905881

praxis@logopaedie-lehmeyer.de

www.logopaedie-lehmeyer.de

 

 

 

bayrischer Cochlea-Implantat-Verband

Bayerischer Cochlea-Implantat-Verband e.V.

Arberweg 28
85748 Garching

Fax: (0322) 23768123

info@bayciv.de

www.bayciv.de

 

Wir sind Förderer der Deutschen Cochlea Implantat Gesellschaft e.V. (DCIG)

 

 

Landesverband Bayern der Schwerhörigen und Ertaubten e.V

Tel.  (089) 63856901
Fax: (089) 20928216

info@schwerhoerige-bayern.de

http://www.schwerhoerige-bayern.de

 

 

 

Anlaufstelle Hörbehinderte

Anlaufstelle für Hörbehinderte (lautsprachlich orientiert)

Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB)
Schwerpunktstelle für Hörbehinderte des Landesverband Bayern der Schwerhörigen und Ertaubten

Quiddestr. 15
81735 München

Tel.  (089) 49053327
Fax: (089) 49053328

eutb-by@schwerhoerigen-netz.de

http://www.schwerhoerigen-netz.de

 

 

 

DCIG

 

 

 

 

Implantathersteller

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