Hyperhidrosis (verstärktes Schwitzen)

Als Hyperhidrosis bezeichnet man krankhaftes, gesteigertes Schwitzen, das meist im Bereich des Gesichts, der Achseln, der Hände und auch der Füße auftritt.

Dieses krankhafte Schwitzen kann durch eine thorakoskopische Operation erfolgreich behandelt werden. Um eine übermäßige Schweißproduktion im Bereich des Gesichts, der Achseln oder auch der Hände operativ zu beheben, muss der für diese Schweißproduktion zuständige Nervus sympathicus unterbrochen werden. Diese Unterbrechung kann auf verschiedene Art und Weise durchgeführt werden.

Zum einen durch Clipen des Nervs, wobei es durch die Quetschung zu einer Nervunterbrechung kommt. Bei unerwünschten Nebenwirkungen oder Komplikationen wie zum Beispiel dem Horner Syndrom kann der Clip wieder entfernt werden. Somit besteht zumindest die theoretische Möglichkeit, dass die Komplikationen wieder nachlassen.

Zum zweiten kann der Nervenstrang durchtrennt werden. Die Entscheidung, eine Nervendurchtrennung durchzuführen, erfolgt, um diese Maßnahme irreversibel zu machen, das heißt um möglichst spätere Rezidive (= erneutes Wiederauftreten der Hyperhidrosis) zu vermeiden.

Die dritte Möglichkeit besteht darin, dass der Nervus sympathicus an der entsprechenden Stelle über eine längere Strecke komplett entfernt wird (Resektion). Dieses Verfahren wird nur bei zusätzlich krankhaftem Schwitzen im Bereich der Achseln und der Hände durchgeführt. Die Begründung für dieses Vorgehen wird darin gesehen, den Erfolg der Operation möglichst lange zu erhalten und auch ein spätes Rezidiv der Hyperhidrosis mit größerer Wahrscheinlichkeit zu verhindern.

Häufig werden die beiden letztgenannten Verfahren in zwei nahe aufeinanderfolgenden Operationen durchgeführt. Der stationäre Gesamtaufenthalt beträgt dabei vier bis fünf Tage. In der Regel muss keine Thoraxdrainage eingelegt werden.

Es ist auf Grund fehlender klinischer Studien bis heute wissenschaftlich nicht entschieden, welche der drei möglichen Operationsverfahren die für den Patienten bessere ist.

Bei dieser Operation entstehen eine Narbe von zirka 1,5 Zentimeter Länge sowie zwei sehr kleine Narben von 0,5 Zentimeter Länge.  Nach dieser so genannten thorakalen Sympathektomie sind die Erfolge bezüglich des Schwitzens im Gesicht, an Achseln und Händen sehr gut, es kann jedoch an anderen Stellen vermehrtes, kompensatorisches Schwitzen auftreten.

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